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Industriezeitschrift

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Reinraumklassen nach ISO 14644-1: Grenzwerte und Prüfung

Reinraumklassen nach ISO 14644-1 definieren neun Kategorien (ISO 1 bis ISO 9) nach der maximal zulässigen Partikelkonzentration pro Kubikmeter Luft. In der Pharmaindustrie gelten zusätzlich die GMP-Klassen A bis D mit mikrobiologischen Grenzwerten. Die Klassifizierung erfolgt durch Messung mit optischen Partikelzählern nach ISO 14644-2.

· 7 Min. Lesezeit
Reinraum mit HEPA-Filtern und laminarem Luftstrom für ISO-Klassifizierung
KI-generiertes Bild
Inhalt
  1. Was sind Reinraumklassen? Definition und Zweck
  2. ISO 14644-1: Die neun Reinraumklassen im Überblick
  3. GMP-Reinraumklassen A bis D für die Pharmaindustrie
  4. Die drei Betriebszustände: as-built, at-rest, operational
  5. Prüfung und Klassifizierung nach ISO 14644-2
  6. Anwendungsbereiche der Reinraumklassen
  7. Wie Sie die richtige Reinraumklasse auswählen
  8. Häufige Fragen zu Reinraumklassen

Das Wichtigste in Kürze

  • ISO 14644-1 definiert neun Reinraumklassen nach Partikelkonzentration von 0,1 bis 5,0 µm
  • GMP-Klassen A–D ergänzen ISO-Norm um mikrobiologische Anforderungen für Pharmaproduktion
  • Klassifizierung erfolgt in drei Betriebszuständen: as-built, at-rest und operational
  • ISO 5 entspricht GMP-Klasse A/B und erlaubt maximal 3.520 Partikel ≥ 0,5 µm pro m³
  • Nachklassifizierung nach ISO 14644-2 erfolgt typischerweise alle 6 bis 24 Monate

Was sind Reinraumklassen? Definition und Zweck

Reinraumklassen nach ISO 14644-1 sind standardisierte Kategorien (ISO 1 bis ISO 9), die Räume nach der maximal zulässigen Konzentration luftgetragener Partikel definierter Größe pro Kubikmeter Luft klassifizieren. Sie schaffen reproduzierbare Bedingungen für sensible Fertigungsprozesse in Halbleiter-, Pharma- und Medizintechnikindustrie.

Die Klassifizierung legt fest, wie viele Partikel bestimmter Größe pro Kubikmeter Luft maximal zulässig sind. Je niedriger die ISO-Zahl, desto höher die Reinheitsanforderung und desto geringer die erlaubte Partikelkonzentration.

Die ISO-Norm konzentriert sich auf partikuläre Verunreinigungen. Mikrobiologische Anforderungen – etwa für sterile Arzneimittelherstellung – regelt der EU-GMP-Leitfaden Annex 1 separat.

ISO 14644-1: Die neun Reinraumklassen im Überblick

Die DIN EN ISO 14644-1 definiert neun Reinraumklassen von ISO 1 (höchste Reinheit) bis ISO 9 (niedrigste Reinheit). Die Klassifizierung erfolgt nach der maximal zulässigen Anzahl von Partikeln definierter Größe pro Kubikmeter Luft.

Partikelgrößen und Messgrößen

Die Norm berücksichtigt sechs Partikelgrößen: 0,1 µm, 0,2 µm, 0,3 µm, 0,5 µm, 1,0 µm und 5,0 µm. Nicht für jede ISO-Klasse sind alle Partikelgrößen relevant. Die folgende Tabelle zeigt die Partikelgrenzwerte:

ISO-Klasse

≥ 0,1 µm

≥ 0,2 µm

≥ 0,3 µm

≥ 0,5 µm

≥ 1,0 µm

≥ 5,0 µm

ISO 1

10

2

–

–

–

–

ISO 2

100

24

10

4

–

–

ISO 3

1.000

237

102

35

–

–

ISO 4

10.000

2.370

1.020

352

83

–

ISO 5

100.000

23.700

10.200

3.520

832

–

ISO 6

1.000.000

237.000

102.000

35.200

8.320

293

ISO 7

–

–

–

352.000

83.200

2.930

ISO 8

–

–

–

3.520.000

832.000

29.300

ISO 9

–

–

–

35.200.000

8.320.000

293.000

Alle Werte in Partikel pro Kubikmeter Luft. Ein Strich (–) bedeutet: Partikelgröße für diese Klasse nicht relevant.

Historische Einordnung: US-Standard FS 209E

Vor Einführung der ISO 14644-1 galt in den USA der Standard FS 209E mit Klassen wie Class 1, Class 10, Class 100 bis Class 100.000. Diese Bezeichnungen bezogen sich auf Partikel pro Kubikfuß, nicht pro Kubikmeter. Class 100 entspricht etwa ISO 5, Class 10.000 entspricht ISO 7 und Class 100.000 entspricht ISO 8. Der FS 209E wurde Anfang der 2000er Jahre zurückgezogen und durch ISO 14644-1 ersetzt.

GMP-Reinraumklassen A bis D für die Pharmaindustrie

Der EU-GMP-Leitfaden Annex 1 definiert vier Reinraumklassen (A, B, C, D) für die Herstellung steriler Arzneimittel. Diese Klassen ergänzen die ISO-Norm um mikrobiologische Grenzwerte und unterscheiden zwischen Ruhe- und Betriebszustand.

GMP-Klasse

ISO-Klasse (Ruhezustand)

ISO-Klasse (Betriebszustand)

Typische Anwendung

A

ISO 5

ISO 5

Kritische Zonen: Abfüllung, sterile Verbindungen

B

ISO 5

ISO 7

Hintergrund für Klasse A bei aseptischen Prozessen

C

ISO 7

ISO 8

Weniger kritische Herstellungsstufen

D

ISO 8

Nicht definiert

Hilfsbereiche, Vorbereitung

Klasse A: Kritische Zonen mit Laminar Flow

Reinraumklasse A stellt die höchsten Anforderungen. Sie wird für kritische Arbeitsbereiche wie Abfüllpunkte oder das Öffnen steriler Behälter eingesetzt. Klasse A erfordert einen unidirektionalen Luftstrom (Laminar Flow). Im Ruhe- und Betriebszustand gilt ISO 5.

Klasse B bis D: Hintergrund- und Hilfsbereiche

Klasse B umgibt Klasse-A-Zonen bei aseptischen Prozessen. Im Ruhezustand entspricht sie ISO 5, im Betriebszustand ISO 7. Klasse C wird für weniger kritische Herstellungsstufen genutzt und entspricht im Ruhezustand ISO 7, im Betriebszustand ISO 8. Klasse D dient als Hilfsbereich und entspricht im Ruhezustand ISO 8.

Zusätzlich zu Partikelgrenzwerten definiert der GMP-Leitfaden mikrobiologische Grenzwerte für Luftkeime, Sedimentationsplatten und Oberflächenkeime.

Die drei Betriebszustände: as-built, at-rest, operational

Die ISO 14644-1 unterscheidet drei Betriebszustände, in denen ein Reinraum klassifiziert werden kann. Die Wahl des Zustands beeinflusst die gemessene Partikelkonzentration erheblich.

as-built: Der Reinraum ist fertiggestellt und betriebsbereit, aber noch nicht in Betrieb genommen. Alle technischen Einrichtungen sind installiert, es laufen weder Anlagen noch befinden sich Personen im Raum. Dieser Zustand dient der Abnahme nach der Errichtung.

at-rest: Die raumlufttechnischen Anlagen sind in Betrieb, Produktionsanlagen laufen, aber es findet keine Produktion statt und kein Personal ist anwesend. Dieser Zustand zeigt die Leistungsfähigkeit der Reinraumtechnik ohne Störeinflüsse.

operational: Der Reinraum befindet sich im Normalbetrieb mit laufenden Prozessen, Personal und allen produktionsbedingten Aktivitäten. Dieser Zustand bildet die realen Betriebsbedingungen ab und ist für die GMP-Klassifizierung im Betriebszustand maßgeblich.

Für die ISO-Klassifizierung wird üblicherweise der Zustand at-rest gewählt. In der Pharmaindustrie fordert der GMP-Leitfaden zusätzlich die Klassifizierung im operational-Zustand.

Prüfung und Klassifizierung nach ISO 14644-2

Die ISO 14644-2 legt fest, wie Reinräume zu prüfen und zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung erfolgt durch Messung der Partikelkonzentration mit optischen Partikelzählern an definierten Messpunkten.

Die Anzahl der Messpunkte richtet sich nach der Raumgröße. Nach ISO 14644-2 ergibt sich aus der Formel √(Fläche in m²) die Mindestanzahl, wobei mindestens zwei Messpunkte erforderlich sind. Die Messpunkte werden gleichmäßig im Raum verteilt, typischerweise in Arbeitshöhe (ca. 0,8 bis 1,2 m).

An jedem Messpunkt werden mindestens drei Einzelmessungen durchgeführt. Nach ISO 14644-2 muss das Probenvolumen ausreichend groß sein, typischerweise mindestens 2 Liter. Die Messdauer richtet sich nach der Durchflussrate des Partikelzählers.

Anforderungen an Messgeräte

Optische Partikelzähler müssen nach ISO 21501-4 kalibriert sein. Die Kalibrierung muss rückführbar auf nationale oder internationale Standards sein. Die Kalibrierintervalle legt der Betreiber fest, häufig werden 12 Monate gewählt.

Das Messgerät muss die relevanten Partikelgrößen erfassen können. Für ISO 5 bis ISO 7 sind Partikel ab 0,5 µm relevant, für ISO 1 bis ISO 4 auch kleinere Partikel ab 0,1 µm.

Dokumentation und Nachweispflichten

Jede Klassifizierung muss dokumentiert werden. Der Prüfbericht enthält:

  • Datum, Uhrzeit und Betriebszustand der Messung
  • Raumbezeichnung und Sollklasse
  • Anzahl und Position der Messpunkte
  • Messergebnisse für alle relevanten Partikelgrößen
  • Verwendetes Messgerät mit Kalibrierzertifikat
  • Umgebungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchte, Luftdruck)
  • Bewertung: Klassifizierung bestanden oder nicht bestanden

Die ISO 14644-2 unterscheidet drei Prüfarten:

  1. Erstklassifizierung: Nach Fertigstellung oder wesentlichen Änderungen
  2. Routineprüfung: Regelmäßige Nachklassifizierung im festgelegten Intervall
  3. Nachklassifizierung: Nach Störungen, Wartungen oder auf Verdacht

Die Prüfintervalle legt der Betreiber auf Basis einer Risikoanalyse fest. Typische Intervalle liegen zwischen 6 und 24 Monaten. Der EU-GMP-Leitfaden definiert Prüfintervalle, die der Betreiber auf Basis der Risikoanalyse festlegt.

Typische Fehlerquellen bei der Klassifizierung

Probenahme: Bei hohen Luftgeschwindigkeiten kann isokinetische Probenahme erforderlich sein. Der Einlass des Partikelzählers muss in Strömungsrichtung ausgerichtet sein.

Kalibrierung: Abgelaufene Kalibrierzertifikate oder fehlende Rückführbarkeit führen zur Ungültigkeit der Messung.

Messpunktanzahl: Zu wenige Messpunkte erfassen die räumliche Verteilung nicht repräsentativ.

Betriebszustand: Unklare oder nicht dokumentierte Betriebsbedingungen während der Messung verfälschen das Ergebnis.

Probenvolumen: Zu geringes Probenvolumen führt zu statistisch unsicheren Ergebnissen, insbesondere bei hohen Reinraumklassen (ISO 1 bis ISO 3).

Anwendungsbereiche der Reinraumklassen

Die Wahl der Reinraumklasse richtet sich nach den Anforderungen des Produkts und der Branche. Die folgende Übersicht zeigt typische Anwendungsbereiche:

ISO-Klasse

GMP-Klasse

Typische Branchen und Anwendungen

ISO 1–3

–

Halbleiter (Lithografie, Sub-10-nm-Strukturen), Nanotechnologie, Grundlagenforschung

ISO 4

–

Mikroelektronik, Halbleiter (Wafer-Fertigung), hochpräzise Optik

ISO 5

A / B

Halbleiter, Optik, Pharma (Abfüllung steriler Arzneimittel), Medizintechnik (Implantate)

ISO 6

–

Optische Industrie (Linsenfertigung), Feinmechanik, Medizintechnik

ISO 7

C

Pharma (weniger kritische Herstellung), Medizintechnik (OP-Bereiche), Biotechnologie

ISO 8

D

Automobilindustrie (Lackierung, Elektronik), Lebensmittel (aseptische Verpackung), Kosmetik

ISO 9

–

Verpackungsindustrie, Lebensmittel (nicht-sterile Bereiche), allgemeine Produktion

ISO 1 bis ISO 3 werden in der Halbleiterindustrie für hochkritische Prozesse wie Lithografie bei Strukturbreiten unter 10 nm eingesetzt. Diese Klassen erfordern extrem aufwendige Luftfilterung und Materialauswahl.

ISO 4 und ISO 5 finden Anwendung in der Mikroelektronik, Optikfertigung und als GMP-Klasse A/B in der pharmazeutischen Produktion. ISO 5 erlaubt maximal 3.520 Partikel ≥ 0,5 µm pro Kubikmeter.

ISO 6 und ISO 7 werden in der Medizintechnik, Pharmaproduktion (GMP C) und Biotechnologie eingesetzt. ISO 7 entspricht im Betriebszustand der GMP-Klasse B.

ISO 8 und ISO 9 eignen sich für weniger kritische Anwendungen wie Automobilzulieferung, Lebensmittelverpackung und Kosmetikherstellung.

Wie Sie die richtige Reinraumklasse auswählen

Die Auswahl der Reinraumklasse erfolgt auf Basis einer Risikoanalyse, die Produktanforderungen, regulatorische Vorgaben und Wirtschaftlichkeit berücksichtigt.

Produktanforderungen: Welche Partikelgröße ist für Ihr Produkt kritisch? Halbleiterstrukturen unter 10 nm erfordern ISO 1 bis ISO 3. Pharmazeutische Abfüllung steriler Produkte erfordert GMP A (ISO 5). Medizinprodukte der Klasse IIa können oft mit ISO 7 oder ISO 8 gefertigt werden.

Regulatorische Vorgaben: Für Arzneimittel gelten die GMP-Leitlinien der EU oder FDA. Für Medizinprodukte gilt die ISO 13485, die keine spezifische Reinraumklasse vorschreibt, aber eine Risikoanalyse fordert. Für Halbleiter gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, aber Kundenspezifikationen.

Risikoanalyse: Identifizieren Sie kritische Prozessschritte. Nur diese benötigen die höchste Reinraumklasse. Vorbereitende Schritte können in niedrigeren Klassen erfolgen. Das Zonenkonzept reduziert Investitions- und Betriebskosten.

Wirtschaftlichkeit: Die Betriebskosten steigen mit höherer Reinraumklasse deutlich an, da mehr Luftwechsel und aufwendigere Filtertechnik erforderlich sind. Wählen Sie die niedrigste Klasse, die Ihre Anforderungen erfüllt.

Fachplanung: Ziehen Sie Reinraumplaner, Fachingenieure oder akkreditierte Prüflabore hinzu. Das DIN Deutsches Institut für Normung bietet Zugang zu den aktuellen Normen. Branchenverbände wie der VCCN (Verband Cleanroom Competence Network) bieten Schulungen und Leitfäden.

Häufige Fragen zu Reinraumklassen

Welche Reinraumklasse für welche Branche?

Halbleiterindustrie nutzt ISO 1 bis ISO 5, Pharmaindustrie GMP A bis D (entspricht ISO 5 bis ISO 8), Medizintechnik ISO 5 bis ISO 8, Automobilindustrie ISO 8 bis ISO 9, Lebensmittelindustrie ISO 8 bis ISO 9.

Unterschied ISO 5 und GMP A?

ISO 5 definiert nur Partikelgrenzwerte. GMP A entspricht ISO 5, fordert aber zusätzlich mikrobiologische Grenzwerte, unidirektionalen Luftstrom und Klassifizierung im Betriebszustand.

Wie oft muss ein Reinraum geprüft werden?

Nach ISO 14644-2 legt der Betreiber die Intervalle fest, typisch 6 bis 24 Monate. Der EU-GMP-Leitfaden definiert Prüfintervalle auf Basis der Risikoanalyse. Nach wesentlichen Änderungen ist eine Nachklassifizierung erforderlich.

Was kostet die Klassifizierung?

Die Kosten variieren erheblich je nach Anbieter, Region, Raumgröße, Anzahl der Messpunkte und Reinraumklasse. Eine Angebotseinholung bei akkreditierten Prüflaboren ist empfehlenswert.

Häufige Fragen

Welche Reinraumklassen gibt es nach ISO 14644-1?

Die ISO 14644-1 definiert neun Reinraumklassen von ISO 1 bis ISO 9. ISO 1 stellt die höchsten Anforderungen mit maximal 10 Partikeln ≥ 0,1 µm pro Kubikmeter Luft. ISO 9 erlaubt bis zu 35.200.000 Partikel ≥ 0,5 µm pro Kubikmeter. Je niedriger die ISO-Zahl, desto höher die Reinheitsanforderung.

Welche Reinraumklassen gibt es nach GMP?

Der EU-GMP-Leitfaden Annex 1 definiert vier Klassen: A, B, C und D. Klasse A (entspricht ISO 5) gilt für kritische Zonen wie Abfüllung. Klasse B (ISO 5 in Ruhe, ISO 7 im Betrieb) umgibt Klasse A. Klasse C (ISO 7/8) und D (ISO 8) werden für weniger kritische Bereiche eingesetzt. Zusätzlich zu Partikelgrenzwerten gelten mikrobiologische Anforderungen.

Was ist ein ISO 5-Reinraum?

Ein ISO 5-Reinraum erlaubt maximal 100.000 Partikel ≥ 0,1 µm und 3.520 Partikel ≥ 0,5 µm pro Kubikmeter Luft. Er wird in der Halbleiterfertigung, Optik und als GMP-Klasse A oder B in der pharmazeutischen Produktion eingesetzt. Die Klassifizierung erfolgt durch Messung mit optischen Partikelzählern nach ISO 14644-2.

Welche Art von Reinraum ist Reinraumklasse C?

Reinraumklasse C nach GMP entspricht im Ruhezustand ISO 7 (maximal 352.000 Partikel ≥ 0,5 µm/m³) und im Betriebszustand ISO 8 (maximal 3.520.000 Partikel ≥ 0,5 µm/m³). Sie wird für weniger kritische Herstellungsstufen steriler Arzneimittel verwendet, etwa für Vorbereitung oder Abfüllung nicht-steriler Produkte.

Was bedeuten die drei Betriebszustände as-built, at-rest und operational?

as-built bezeichnet den fertiggestellten, aber noch nicht in Betrieb genommenen Reinraum. at-rest bedeutet: Anlagen laufen, aber keine Produktion und kein Personal. operational ist der Normalbetrieb mit Personal und laufenden Prozessen. Die GMP-Klassifizierung fordert Messungen in at-rest und operational, die ISO-Klassifizierung erfolgt üblicherweise in at-rest.

Wie wird ein Reinraum nach ISO 14644-1 klassifiziert?

Die Klassifizierung erfolgt durch Messung der Partikelkonzentration mit optischen Partikelzählern nach ISO 14644-2. Die Anzahl der Messpunkte richtet sich nach der Raumgröße (Formel: √Fläche in m²). An jedem Messpunkt werden mindestens drei Messungen mit ausreichendem Probenvolumen durchgeführt. Das Ergebnis wird mit den Grenzwerten der ISO 14644-1 verglichen.

Quellen

  1. [1]Reinraum · Wikipedia · abgerufen 14. Oktober 2026
  2. [2]Reinraumklassen nach ISO 14644-1 und GMP · Schilling Engineering · abgerufen 14. Oktober 2026
  3. [3]Reinraumklassen: Übersicht der Grenzwerte nach ISO und GMP · BC Technology · abgerufen 14. Oktober 2026
  4. [4]Reinraumklassen: DIN EN ISO 14644-1 und GMP im Fokus · item Blog · abgerufen 14. Oktober 2026
  5. [5]Reinraumklassen in der Übersicht · LINE GROUP · abgerufen 14. Oktober 2026
KI-generiertes Porträt der KI-Redaktionsfigur Sophie KramerKI
Sophie KramerKI-Redakteur:in

KI-Redakteurin Instandhaltung & Intralogistik

KI-Redakteurin für Instandhaltung, Betriebstechnik und Intralogistik. Schreibt für alle, die Anlagen am Laufen halten.

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